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02.01.2019

Neue Förderung für Energieeffizienz und erneuerbare Wärme in der Wirtschaft

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) strukturiert die bisherigen Förderangebote im Bereich der Energieeffizienz neu und weitet die Förderung deutlich aus.

Das neue Förderangebot unterstützt Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz in Unternehmen ab Anfang 2019 durch zinsgünstige Kredite der KfW in Verbindung mit Tilgungszuschüssen von 30 % der förderfähigen Investitions(mehr)kosten bzw. 40 % für KMU. Alternativ kann beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ein Investitionszuschuss in gleicher Höhe beantragt werden.

Für Maßnahmen zur Nutzung von Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien beträgt der KfW-Tilgungszuschuss bzw. der Investitionszuschuss des BAFA sogar 45 % der förderfähigen Investitions(mehr)kosten bzw. 55 % für KMU.

Die bisherige Förderung zur Vermeidung bzw. Nutzung betrieblicher Abwärme im KfW-Energieeffizienzprogramm – Abwärme (294/494) geht in das neue Programm über und wird zum 31.12.2018 eingestellt. Gleiches gilt für die bisherige BAFA-Förderung von Querschnittstechnologien.

Antragsberechtigt sind gewerbliche und kommunale Unternehmen, freiberuflich Tätige sowie Contractoren, unabhängig von ihrer Umsatzgröße.

Gefördert werden Investitionen in die Anlagen- und Prozessmodernisierung in vier Fördermodulen:

Modul 1 - Querschnittstechnologien
Gefördert werden investive Einzelmaßnahmen zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Technologien.

  • Elektrische Motoren und Antriebe
  • Ventilatoren
  • Pumpen für die industrielle und gewerbliche Anwendung
  • Druckluftanlagen
  • Anlagen zur Abwärmenutzung bzw. Wärmerückgewinnung aus Abwasser
  • Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen
  • Frequenzumrichter

Modul 2 - Prozesswärmebereitstellung aus erneuerbaren Energien
Gefördert werden Maßnahmen zur Prozesswärmebereitstellung aus:

  • Solarkollektoranlagen
  • Biomasseanlagen
  • Wärmepumpen

Modul 3 - Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Sensorik und Energiemanagement-Software
Gefördert werden der Erwerb und die Installation von:

  • Mess-, Steuer- und Regelungstechnik sowie Sensorik
  • Energiemanagement-Software sowie die Schulung des Personals

Modul 4 - Energiebezogene Optimierung von Anlagen und Prozessen
In diesem Modul sind Maßnahmen zur Energieeinsparung förderfähig, deren Amortisationszeit ohne Förderung bei mehr als zwei Jahren liegt, wie z.B.:

  • Verfahrensumstellungen
  • Maßnahmen zur Abwärmenutzung
  • Maßnahmen an der Gebäudeanlagentechnik, sofern sie primär auf Prozesse zur Herstellung, Weiterverarbeitung oder Veredelung von Produkten wirken
  • Bereitstellung von Prozesswärme und -kälte
  • Vermeidung von Energieverlusten im Produktionsprozess


Im Modul 4 ist die maximale Förderung auf einen Betrag von 500 EUR pro eingesparter Tonne CO2 und Jahr bzw. für KMU auf 700 EUR pro eingesparter Tonne CO2 und Jahr begrenzt.

Die entsprechende "Richtlinie für die Förderung der Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit" vom 17.12.2018 wurde am 31.12.2018 veröffentlicht.  

Verbesserungen der Förderbedingungen zum 01.04.2019
Die Deckelung der förderfähigen Nebenkosten in den Modulen 2 bis 4 wurde aufgehoben. Ab sofort können auch Maßnahmen gefördert werden, die die landwirtschaftliche Primärproduktion betreffen. Für das Modul 4 bietet die neue Anlage zum Merkblatt zusätzliche Erläuterung zu den Verwendungszwecken. Darüber hinaus erfolgten entsprechende Anpassungen im Merkblatt.

Weitere Informationen zum Investitionsprogramm "Energieeffizienz und Prozesswärme aus Erneuerbaren Energien in der Wirtschaft – Zuschuss und Kredit" erhalten Sie unter www.bafa.de/eew oder www.kfw.de/295.

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