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Interview des Öko-Zentrums NRW  mit Tetsuro Nakatani, Geschäftsführer Japanese Energy Agency (JENA)

ÖZ:
Welches sind die Ziele der JENA?

Tetsuro Nakatani:
Vereinfacht ausgedrückt soll die JENA das Öko-Zentrum NRW in Japan sein. Wir wollen das energieeffiziente und nachhaltige Bauen voran bringen. Allerdings sind wir noch auf einem anderen Level. In Japan wurde der Förderverein „Energieausweise Japan“ gegründet. Hier in Japan ist die Dokumentation und Transparenz der Energieeffizienz noch in den Kinderschuhen. Wir haben den Ausweis mit dem Hammer Kollegen entwickelt und führen Schulungen für japanische Architekten und Bauingenieure durch. unser zweiter Schritt wird sein, die europäische Fachkompetenz für Bau-Sanierung in Japan zu vermitteln.

ÖZ:
Gibt es neben der JENA ähnliche Organisationen oder Impulse in Japan, wo an anderen Stellen am gleichen Thema gearbeitet wird?

Tetsuro Nakatani:
Es gibt ein paar Organisationen, die ähnliche Ziele verfolgen, aber es mangelt sehr an Energieagenturen, die fachlich neutral und kompetent arbeiten. Auch die Kooperation mit Deutschland ist einmalig. Es gibt so viele fachliche Informationen in Deutschland, die allgemein zugänglich sind und als normal angesehen werden. Diese sind in Japan aber noch total unbekannt. Diesen dringend notwendigen Wissenstransfer übernimmt die JENA, damit unsere Baufachleute etwas Neues erfahren und ihre Fehler erkennen.

ÖZ:
Wie ist Ihre Einschätzung für die nächsten 5 Jahre? Wie wird sich das Thema platzieren und weiter entwickeln?

T. Nakatani:
Seit dem Tsunami, der Katastrophe vom 11. März 2011 hat sich die Situation in Japan gänzlich verändert. Es entstehen Energieparks, wie der Solarpark in Kawauchi-mura, nur wenige Kilometer von Fukushima entfernt. Die Regierung fördert erneuerbare Energien. Auf der einen Seite wird der Strom aus erneuerbaren Energien bereits vergütet, auf der anderen Seite gibt es Maßnahmen im Rahmen der Energieeffizienz, die den Energieverbrauch reduzieren. Hier hat die japanische Regierung noch ein Manko. Ich sehe unsere Rolle darin, dieses Thema voranzutreiben und energieeffizientes Bauen durchzusetzen.

ÖZ:
Wie sind Sie persönlich auf die Themen Energie-Effizienz, Nachhaltigkeit bzw. Energieausweis aufmerksam geworden? Wo kommen Sie beruflich her?

T. Nakatani:
Ich habe für einen Zeitungsverlag gearbeitet, der den Themenschwerpunkt „Modernisierung von Wohngebäuden“ hatte. Hinsichtlich Ästhetik ist hier der Markt in Japan bereits ausgereift. Ich habe daher einen verstärkten Bedarf an den Themen energetische Sanierung und gesundes Bauen gesehen. Hier gibt es noch erhebliche Schwachstellen in Japan – das ist ein gänzlich neues Feld.

ÖZ:
Was ist Ihr ganz persönlicher Hauptantrieb für diese Tätigkeit?

T. Nakatani:
Wir alle haben Kinder. Wir dürfen nicht wie bisher in Japan leben - auf Kosten der Natur, - auf Kosten der armen Länder, die ihre Brennstoffe, ihre fossilen Energieträger exportiert haben. Manche Länder sind dadurch reich geworden, aber nicht alle.
Wir haben auf Kosten anderer gemütlich gelebt. Das darf in Zukunft nicht mehr so weiter gehen. Meine Mission ist es, dieses zu ändern! Auch, um eine andere Lebensbasis an meine Kinder weiterzugeben – das ist sozusagen die Pflicht unserer Generation.

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