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11.11.2019

Steuerliche Förderung der energetischen Sanierung

Das Kabinett hat am 16.10.2019 den vom Bundesfinanzministerium vorgelegten Gesetzentwurf zur "Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht" gebilligt.

Die wichtigsten Regelungen zur Einführung einer steuerlichen Förderung energetischer Gebäudesanierungen fassen wir hier zusammen:

  • Bei energetischen Sanierungsmaßnahmen kann die Einkommensteuer auf Antrag um insgesamt 20% der Investitionskosten wie folgt reduziert werden:

    • im Kalenderjahr des Abschlusses der energetischen Maßnahme und im nächsten Kalenderjahr um je 7 % der Aufwendungen des Steuerpflichtigen - höchstens jedoch um je 14.000 Euro.
    • im übernächsten Kalenderjahr um 6 % der Aufwendungen des Steuerpflichtigen – höchstens jedoch um 12.000 Euro.

  • Die Förderung kann für mehrere Einzelmaßnahmen an einem Gebäude in Anspruch genommen werden; je Gebäude beträgt der Höchstbetrag der Steuerermäßigung 40.000 Euro.

  • Die Steuerermäßigung kann nur für eigene Gebäude in Anspruch genommen werden, die älter als 10 Jahre sind und die im jeweiligen Kalenderjahr "ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken" genutzt werden.

  • Mit einer noch zu erlassenden Verordnung (siehe unten) sollen Mindestanforderungen an die förderfähigen Einzelmaßnahmen sowie an Fachunternehmen festgelegt werden. Die Einhaltung dieser Mindestanforderungen muss über eine Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmes nach auf einem amtlich vorgeschriebenen Muster nachgewiesen werden. Die Bestätigung einer/s Sachverständigen sowie eine Baubegleitung sind nicht erforderlich. (Reaktionen dazu siehe unten)

  • Die Steuerermäßigung kann nicht in Anspruch genommen werden, soweit die Kosten bereits anderweitig steuerlich geltend gemacht wurden oder andere Förderungen genutzt wurden.

  • Die steuerliche Förderung kann für Baumaßnahmen genutzt werden, mit denen nach dem 31. Dezember 2019 begonnen wurde und die vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sind.

 

Der geplante Wegfall der Pflicht zur Baubegleitung und Bestätigung der Maßnahmen durch qualifizierte Sachverständige alarmiert die Energieberaterverbände. Das in den KfW-Programmen etablierte System der Qualitätssicherung trägt entscheidend dazu bei, die energetische Sanierung erfolgreich und ohne Folgeschäden umzusetzen. Sowohl der GIH Bundesverband als auch das Deutsche Energieberater-Netzwerk fordern an dieser Stelle dringend eine Korrektur der geplanten Regelung, um steuerfinanzierte Bauschäden zu vermeiden.

Den vom Kabinett beschlossenen Regierungsentwurf vom 15.10.2019 können Sie hier herunterladen:
Gesetz zur Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 im Steuerrecht

Der Entwurf einer Verordnung mit Mindestanforderungen wurde am 06.11.2019 in die Verbändeanhörung gegeben:
Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden


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